Steinkauz-Wiederansiedlung als UN-Dekade Projekt ausgezeichnet

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Die letzten Steinkäuze verschwanden vor 30 Jahren aus der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Durch jahrzehntelange intensive Landnutzung wurde der kleinen Eule die Lebensgrundlage genommen. Auf riesigen Ackerschlägen gab es keinen Platz mehr für Hecken, Feldwege mit Alleen, Sölle oder Obstwiesen. Feuchtgebiete wurden entwässert und die intensive Tierhaltung benötigte ausreichend Futter von intensiv bewirtschaftetem Grünland. Blütenreiche Flächen mit Nahrung für Insekten wurden immer seltener.

Mit der Bewilligung des Naturschutzgroßprojektes 1992 und der Festsetzung des Naturschutzgebietes Nuthe-Nieplitz-Niederung im Jahr 1995 wurden die Grundsteine für die Wiederansiedlung des Steinkauzes in der Nuthe-Nieplitz-Niederung gelegt. Mehr als 3.500 Hektar Wiesen, Acker, Wald und Seen konnte der Landschafts-Förderverein für die naturverträgliche Entwicklung sichern. Zahlreiche Flächen wurden renaturiert, Bäume und Sträucher gepflanzt und naturnahe Wälder, Seen und Feuchtgebiete entwickelt. Das Gebiet wurde wieder zum attraktiven Lebensraum für den Steinkauz.

Seit mehr als 10 Jahren setzt sich der Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. erfolgreich für die Wiederansiedlung der kleinen Eule ein. Gemeinsam mit vielen Unterstützer, angefangen bei den ehrenamtlichen Vogelkundlern und freiwilligen Helfern über Landwirte, Hofeigentümer, Spender, Paten und viele mehr. In vielen Dörfern kann man den Ruf der kleinen Eule inzwischen wieder hören.

Die UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um in der Weltöffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben zu stärken und Handeln anzustoßen. Menschen auf der ganzen Welt engagieren sich mittlerweile für dieses Ziel. Im Rahmen des UN-Dekade-Wettbewerbs werden Projekte ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Am Samstag, den 09. März wurde das ELER Förderprojekt zur Wiederansiedlung des Steinkauzes als offizielles UN-Dekade Projekt „Biologische Vielfalt“ durch den Präsidenten des Landesamtes für Umwelt, Dirk Ilgenstein, ausgezeichnet. Im Rahmen der anschließenden Exkursion stellten die Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins das Projekt vor, gaben Einblicke in die aktuellen Erfolge der Wiederansiedlung und beantworteten Fragen der Teilnehmer.

Weitere Informationen: Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V., Tel.: 033204/42342, Email: info@lfv-nnn.de, www.naturpark-nuthe-nieplitz.de/naturparkverein/

NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal

Glauer Tal 1
14959 Trebbin OT Blankensee
Tel.: 033731/ 700 460 Fax: 033731 / 700 461
Mail: mail@besucherzentrum-glau.de

Anfahrt:
Hier finden Sie Details für Ihre Anreise.
ACHTUNG! Sperrung der L73 zwischen Fresdorf & Stücken, Anfahrt aus Richtung Nordwesten zum NPZ über die B2 nach Beelitz, weiter über die B246 bis Schönhagen und dann die L293 nutzen.

Öffnungszeiten:
täglich von 10-17 Uhr
letzter Einlass ins Wildgehege 16 Uhr (November-Februar)

Eintritt ins Wildgehege
erfolgt über das NaturParkZentrum

Erwachsene: 4 Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro
Hund: 1 Euro
Rabatt mit: Familienpass oder
Trebbin Card

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Regionalladen im NaturParkZentrum
Öffnungszeiten: tägl. 10-17 Uhr

Café am Wildgehege
Öffnungszeiten: Sa., So. und Feiertage 11.30-17 Uhr
(bei Regenwetter geschlossen)

   

Öffentliche Toiletten

 

Das NaturParkZentrum und die Glauer Felder sind barrierefrei. Ein Besuch des Wildgeheges ist für Rollstuhlfahrer mit unserem Wattmobil möglich.