Naturpark Nuthe Nieplitz

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Der Steinkauz (Athene noctua) - Wiederansiedlung im Naturpark Nuthe-Nieplitz

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Warum Wiederansiedlung?


kleine Eule sitzt in Apfelbaum Auswilderungsvoliere steht auf Schafsweide Steinkauz sitzt vor Nistkasten


Bis Mitte der 1980er Jahre war der Steinkauz in der Nuthe-Nieplitz-Niederung heimisch. Noch 1989 wurden einzelne Vögel hier beobachtet. Allerdings waren die von den kleinen Eulen bevorzugten Lebensräume mit guter Nahrungsgrundlage nicht mehr in ausreichendem Umfang vorhanden.

Steinkäuze brauchen eine kleinräumig gegliederte Landschaft mit Hecken, Feldgehölzen, Sträuchern und Kopfweiden. Die knuffigen Vögel fangen ihre Beutetiere am Boden laufend und sind daher auf ganzjährig extensiv beweidetes Grünland angewiesen.

Mit Einführung der intensiven Landnutzung in der Nuthe-Nieplitz-Niederung ging ein steter Rückgang der Steinkäuze einher. Auf riesigen Ackerschlägen gab es keinen Platz mehr für Hecken, Feldwege mit Alleen, Sölle oder Obstwiesen. Feuchtgebiete wurden entwässert. Die intensive Tierhaltung benötigte ausreichend Futter von intensiv bewirtschaftetem Grünland. Ungenutzte Brachflächen mit blütenreicher Vegetation und vielen Insekten gab es nicht mehr. Die letzten Steinkäuze verschwanden vor über 20 Jahren aus der Nuthe-Nieplitz-Niederung.

Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Nuthe-Nieplitz-Niederung ab 1992, wurde die Landnutzung flächendeckend extensiviert und auch historische Nutzungsformen, wie Schafbeweidung oder Streuobstwiesen wieder eingeführt. Viele Flächen werden nun von Rindern, Pferden, Schafen und Ziegen beweidet. Hecken, Baumreihen und Sträucher wurden gepflanzt, Koppeln und Streuobstwiesen angelegt. Inzwischen bewerten Ornithologen die Lebensbedingungen für Steinkäuze in der Nuthe-Nieplitz-Niederung als hervorragend. Allerdings sind nahezu alle freilebenden Steinkauzpopulationen (z.B. Nordrhein-Westfalen und Hessen) zu weit entfernt für die natürliche Ausbreitung bis in unser Gebiet.

Das Steinkauz-Projekt


Ein Mann bringt eine Niströhre in einem alten Baum an Ein Steinkauz wird beringt Ein Steinkauz sitzt auf einem Schornstein


Eherenamtliche Steinkauzzüchter bemühen sich seit mehreren Jahren um die Nachzucht der Vögel. Begonnen hat das in der Hegestation Körzin bei Falk Witt. Inzwischen haben weitere Züchter an verschiedenen Standorten begonnen Steinkäuze zu züchten, um die Jungvögel an geeigneten Standorten auszuwildern.

Seit Dezember 2011 wird das Projekt zur Wiederansiedlung mit Mitteln des Landes Brandenburg und der EU gefördert. Der NABU Kreisverband Potsdam, die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg, die Viola Pfeifer Stiftung und Steinkauzfreunde unterstützen das Projekt.

Grundlage für die Auswilderung ist eine Lebensraumanalyse des Projektgebietes. Danach werden die am besten geeigneten Auswilderungsstandorte ausgewählt. Nach einem gebietsspezifisch erstellten Auswilderungskonzept werden die jährlich verfügbaren Jungvögel unter Berücksichtigung der Kriterien der IUCN (International Union for Conservation of Nature) ausgewildert.

Die Zuchtvögel werden artgerecht mit Insekten, Mäusen, Regenwürmern und Eintagsküken gefüttert. In ihren künftigen Lebensräumen werden die Jungvögel in Auswilderungsvolieren auf das Leben in Freiheit vorbereitet.

Da in der freien Landschaft natürliche Bruthöhlen fehlen, werden für jedes anzusiedelnde freilebende Brutpaar mindestens zwei mardersichere Brutröhren und weitere 2-3 Röhren als Unterschlupf und Schutz in Bäumen und an Gebäuden angebracht.

Bisher ist das Projekt erfolgreich. Die ersten freilebenden Brutpaare und weitere neu besetzte Reviere stimmen uns optimistisch.

Unser Ziel - Wir wollen im Naturpark eine stabile Steinkauzpopulation mit 150 Brutpaaren ansiedeln.

Das Projekt wird unterstützt durch:

Logo des NABU-Kreisverbandes mit fliegdendem Storch    Logo der Stiftung Natur Schutz Fonds mit Eule    Logo der Violia Pfeiffer Stiftung

Sie möchten das Projekt unterstützen?


Mit einer Steinkauz-Patenschaft  oder einer Spende unterstützen Sie die Bemühungen zur Wiederansiedelung von Steinkäuzen in der Nuthe-Nieplitz-Niederung.


Downloads zum Steinkauzprojekt


Ausführliche Infos über das Projekt finden Sie in unserem Faltblatt.
Informationen zum aktuellen Projektstand finden Sie unter Downloads.

Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

Stücken
Zauchwitzer Straße 51
14552 Michendorf
Tel.: 033204/ 42342, Fax: - 41866
Email: info(at)foerderverein-nuthe-nieplitz.de
www.foerderverein-nuthe-nieplitz.de

Hegestation Körzin

Falk Witt
Körzin
Dorfstr. 1
14547 Beelitz
Tel.: 033204/ 35895
Mobil: 0172/ 390 9010
Email: falk.witt(at)online.de

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