Zisterzienserkloster Zinna

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Erzbischof Wichmann von Magdeburg gründete 1170 mitten im Nuthesumpf das Zisterzienser-Männerkloster Zinna, um die Gegend nutzbar zu machen. Die Mönche legten das Gebiet trocken und verwandelten es in fruchtbares Land. Das Kloster gewann an wirtschaftlicher Bedeutung und politischem Einfluss. Um 1230 erhielt es alle Besitzungen auf dem Barnim inklusive der Kalksteinvorkommen bei Rüdersdorf und deren Ausbeutung. 1285 kaufte das Kloster die Stadt Luckenwalde und elf umliegende Dörfer. Auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Blüte im Jahr 1307 erstreckte sich der Klosterbesitz auf nahezu 300 Quadratkilometer. Mit dem Schutz gegen äußere Feinde war es jedoch schlecht bestellt. Die kriegskundigen Raubritterscharen der Quitzows, Rochows und Putlitz holten Anfang des 15. Jahrhunderts reiche Beute aus den Klosterdörfern.

Im 16. Jahrhundert wurde das Kloster aufgelöst, seine Besitztümer gingen an die Landesherren über und 1764 gründete Friedrich der Große hier die Stadt Zinna. Ein Großteil der Klostergebäude wurde abgerissen, das Material wurde für den Hausbau verwendet. Der König siedelte hier Weber aus der Oberlausitz an. Die Kirche blieb als das älteste Bauwerk der Zisterzienser in Brandenburg erhalten. Im Gegensatz zu den anderen Klosterkirchen ist sie vollständig aus Feldsteinen gebaut. In der Kirche befinden noch Reste des mittelalterlichen Chorgestühls aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie spätgotische Glasmalereien. Die Buchstaben der Fußbodenfliesen ergeben den Mariengruß.

Die Alte Abtei, ursprünglich das Hospital des Klosters, entstand im 14. Jahrhundert und besitzt noch einen prächtigen Nordgiebel aus dieser Zeit. Zwischen 1430 und 1435 entstand die Neue Abtei mit den wertvollen "Zinnaer Fresken" im Obergeschoss. Im Kloster Zinna entstand auch das älteste märkische Druckwerk. Ein Zinnaer Abt ließ hier 1492 den Marienpsalter Nouum beate marie vigi[ni]s psalterium drucken.

Heute finden Sie im Abtshaus das Heimatmuseum. Im Webermuseum im alten Zollhaus können Sie Handwebern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Besichtigen Sie die Schaudestille im Siechen- und Gästehaus aus dem 14. Jahrhundert. Hier wird der "Zinnaer Klosterbruder" nach überliefertem Rezept gebraut. Verkosten Sie doch mal den süßen Likör! Webermuseum und Schaubrennerei haben Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr für Sie geöffnet.

Die Klosterkirche Zinna ist die größte norddeutsche Granitsteinpfeilerbasilika. Im Sommer können Sie hier dem Klang der frühromantischen Wilhelm Baer Orgel lauschen bei den "Kloster-Zinna-Sommermusiken".

NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal

Glauer Tal 1
14959 Trebbin OT Blankensee
Tel.: 033731/ 700 460 Fax: 033731 / 700 461
Mail: mail@besucherzentrum-glau.de

Anfahrt:
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Öffnungszeiten:
täglich von 10-17 Uhr
letzter Einlass ins Wildgehege 16 Uhr (November-Februar)

Öffnungszeiten vom 26.12.2018 – 01.01.2019:
Täglich 11-15 Uhr


Eintritt ins Wildgehege
erfolgt über das NaturParkZentrum

Erwachsene: 4 Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro
Hund: 1 Euro
Rabatt mit: Familienpass oder
Trebbin Card

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Restaurant "Landluft":
vorübergehend geschlossen

Wir bieten ein eingeschränktes Angebot mit hausgemachtem Kuchen vom Hofcafé Stangenhagen sowie warmen und kalten Getränken an.


Regionalladen im NaturParkZentrum
Öffnungszeiten: tägl. 10-17 Uhr

   

Öffentliche Toiletten