Dürre Zeiten sind ein Alarmsignal

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„Großräumiges konsequentes Handeln für den Landschaftswasserhaushalt ist längst überfällig.“, sagt Christa Schmid, Vorstandsvorsitzende des Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. (LFV). Rund 300 mm Niederschlag bisher in diesem Jahr, das ist selbst für niederschlagsärmste Regionen in Brandenburg ein Ausnahmezustand. Wenn auch nicht überall auf den ersten Blick offensichtlich, so sind die Auswirkungen in der Landschaft doch dramatisch. In den Flüssen kaum noch Wasser, viele Gewässer trockengefallen oder auf ein historisch niedrigen Stand gesunken. Die extreme Verdunstung durch sehr hohe Temperaturen über Monate lassen den Grundwasserstand auf ein Niveau absinken, dass selbst die Ältesten unter uns noch nicht erlebt haben.

Direkt zu spüren sind die Folgen dort, wo mit dem Boden gewirtschaftet wird. Landwirte haben hohe Ernteverluste bei Feldfrüchten aber auch auf dem Grünland. Nutztierhalter haben Probleme ausreichend Winterfuttervorrat anzulegen. Deshalb müssen auch viele Tiere vorzeitig verkauft werden. Die Feuchtwiesen und Moore, wo der Landschafts-Förderverein seit vielen Jahren durch Wasserrückhaltung versucht, den Grundwasserstand zu stabilisieren, sind diejenigen Flächen mit den geringsten Auswirkungen. Das ist ein deutliches Ergebnis der extremen Situation. In der Nuthe-Nieplitz-Niederung konnten die in grundwasserfernen Lagen auftretenden Ernteverluste durch Erträge auf den stark grundwasserbeeinflussten Niedermoorwiesen zumindest anteilig kompensiert werden. Dennoch lässt der LFV seine Pächter und Partner nicht auf dem Trockenen stehen, wenn es darum geht, Betriebe in besonders schwierigen oder gar existenzbedrohenden Situationen zu entlasten. „Im Rahmen unserer, natürlich eingeschränkten Möglichkeiten, werden wir selbstverständlich betroffene Pächter unterstützen. Und unser Landschaftspflegebetrieb wird als Heulieferant für unsere Partner auch in dieser besonderen Ausnahmesituation nicht mit an der Preisschraube drehen.“ Das versichert Christa Schmid.

Es ist möglich, mit geeigneter Vorsorge in der Landschaft, die Folgen von Extremereignissen zu minimieren. Dazu müssen sich alle Landnutzer gemeinsam der Verantwortung stellen und nach zielführenden Lösungen suchen. Die Landbewirtschaftung muss sich an den verändernden Verhältnissen ausrichten. Klimaschädliche Nutzungsformen müssen so nachhaltig verändert und angepasst werden, dass auch künftige Generationen damit leben können. Deshalb engagiert sich der LFV u.a. als Partner im Projekt „Netzwerk Moorschonende Stauhaltung“ der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Sinnvolle Unterstützung angepasster Nutzungsformen durch Förderprogramme, ist aber nur ein Baustein. Künftig müssen Gemeinwohlleistungen für die Erhaltung und Entwicklung unserer Kulturlandschaft für die Leistungsträger besser honoriert werden. Auch dafür setzt sich der LFV als Mitglied des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL) ein.

Nach Fertigstellung der „Machbarkeitsstudie Moorschutz“ des LFV in 2013, wurde eine Arbeitsgruppe (AG) für die Koordinierung der Stauhaltung in den Ungeheuerwiesen gebildet. Im Ergebnis der Tätigkeit der AG und auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie, sollen jetzt vom WBV Nuthe-Nieplitz zahlreiche nicht mehr funktionstüchtige Stauanlagen, den veränderten Verhältnissen angepasst, mit Fördermitteln umgebaut werden. Und die Gemeinde Nuthetal hat Fördermittel für den in der Machbarkeitsstudie Moorschutz empfohlenen Ersatzneubau eines Wehres im Königsgraben bei Tremsdorf beantragt. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Vorhaben, wäre ein wichtiger Meilenstein für den Landschaftswasserhaushalt in der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Um den notwendigen Austausch aller Interessengruppen für unsere Landschaft zu befördern, werden der LFV und die HNE zum Jahresanfang 2019 gemeinsam ein Netzwerktreffen zur angepassten Moornutzung als Auftaktveranstaltung durchführen.

Weitere Informationen: Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V., Tel.: 033204/42342, Email: info@lfv-nnn.de

NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal

Glauer Tal 1
14959 Trebbin OT Blankensee
Tel.: 033731/ 700 460 Fax: 033731 / 700 461
Mail: mail@besucherzentrum-glau.de

Anfahrt:
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Öffnungszeiten:
täglich von 10-17 Uhr
letzter Einlass ins Wildgehege 16 Uhr (November-Februar)

Öffnungszeiten vom 26.12.2018 – 01.01.2019:
Täglich 11-15 Uhr


Eintritt ins Wildgehege
erfolgt über das NaturParkZentrum

Erwachsene: 4 Euro
Ermäßigt: 1,50 Euro
Hund: 1 Euro
Rabatt mit: Familienpass oder
Trebbin Card

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Restaurant "Landluft":
vorübergehend geschlossen

Wir bieten ein eingeschränktes Angebot mit hausgemachtem Kuchen vom Hofcafé Stangenhagen sowie warmen und kalten Getränken an.


Regionalladen im NaturParkZentrum
Öffnungszeiten: tägl. 10-17 Uhr

   

Öffentliche Toiletten