Naturpark Nuthe Nieplitz

Logo LFV
Logo Naturpark Nuthe Nieplitz
 

Naturschutzgroßprojekt Nuthe-Nieplitz-Niederung

Zurück zur Übersicht

Was ist ein Naturschutzgroßprojekt? Es unterscheidet sich von anderen Naturschutzprojekten durch seine Großflächigkeit und Komplexität. Von 1992 bis 2004 wurde das Naturschutzgroßprojekt Nuthe-Nieplitz-Niederung als erstes Naturschutzgroßprojekt Brandenburgs durchgeführt.

Finanzvolumen

Während der Projektlaufzeit wurden 15,4 Millionen Euro überwiegend für den Flächenkauf eingesetzt. Davon übernahm das Bundesamt für Naturschutz 75 Prozent, das Land Brandenburg 20 Prozent und der Landschafts-Förderverein 5 Prozent.

Ziel

Ziel war und ist es, die durch intensive Nutzung zerstörten Wiesen, Moore, Seen und Wälder zu renaturieren und vorhandene Lebensräume mit hoher Bedeutung für den Naturschutz zu erhalten und zu sichern.

Umsetzung

Der Landschafts-Förderverein erwarb und tauschte Flächen im etwa 12.500 Hektar großen Projektgebiet. Innerhalb des 6.000 Hektar umfassenden Kerngebietes wurde bereits 1995 das annähernd gleich große Naturschutzgebiet „Nuthe-Nieplitz-Niederung“ festgesetzt. Für die Flächen des Projektgebietes wurde ein parzellengenauer Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erarbeitet.

Folgende Maßnahmen aus dem PEPL wurden unter vielen anderen verwirklicht:

- In Fresdorf, Tremsdorf und Rieben wurden riesige, still gelegte Entenmastanlagen abgerissen und 20 Hektar betonierte Fläche wieder entsiegelt. Das ist das größte Entsiegelungsprojekt Brandenburgs.

- Der Landschafts-Förderverein pflanzte über 16 Kilometer Hecken, legte vier Streuobstwiesen mit weit über 1.000 Bäumen an und pflanzte 50 Hektar neuen naturnahen Wald.

- An Fließgewässern wurden Wehre und Staue entfernt. Dadurch sind die Gewässer Pfeffergraben, Riebener See, Pfefferfließ, Nieplitz, Blankensee und Königsgraben wieder miteinander verbunden.

- Bis 1990 entwässerten Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften mit sechs Schöpfwerken ein zehn Quadratkilometer großes Niedermoor im „Zauchwitzer Busch“. Nach der Wende wurden die Schöpfwerke abgerissen. Die Flächen füllten sich wieder mit Wasser, das Moor beginnt sehr langsam wieder zu wachsen. Etwa 300 Hektar der wieder vernässten Moorfläche stehen heute dauerhaft unter Wasser. Intakte und wachsende Moore sind enorme Stickstoff- und Kohlendioxidspeicher.

Wegweisend

Das Naturschutzgroßprojekt war das Sprungbrett für die Ausweisung des Naturparks Nuthe-Nieplitz. Seit vielen Jahren ist die Nuthe-Nieplitz-Niederung ein Paradies für Vogelfreunde, Wanderlustige und Erholungssuchende.

 

Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.

Stücken
Zauchwitzer Straße 51
14552 Michendorf
Tel.: 033204/ 42342, Fax: - 41866
Email: info(at)foerderverein-nuthe-nieplitz.de
www.foerderverein-nuthe-nieplitz.de

Gef├Ârdert durch:
 
 
Partner:  
Zur Facebook-Seite